Narren-Spuk im Reich der Finsternis

Während sich letztes Jahr die “Pirates of Anif” den harten Prüfungen von Captain Jack Sparrow stellten, um im Hafen des Husarenwirts vor Anker zu gehen, entschied heuer der Fürst der Finsternis über den Einlass ins Reich des “Club 21”. Dass die Narren, die beim legendären Hausball “Promitreff beim Promiwirt”.

Einlass begehrten, allerdings über Leichen und durchs Fegefeuer gehen mussten, wagten sie zu Anfangs zwar noch zu bezweifeln, wurden aber schnell eines Besseren belehrt. Wenn’s darum ging mit den Promis der Horror-Szene von Frankenstein bis Nosferatu in der Nacht des Gruseln bis zum Morgen des Grauens zu feiern, kannten die Clubmänner rund um Hans und Sepp Eder, Christoph Mair, Andreas Glatz, Matthias Ankershofen, Christian Fuchs und Georg Löffelberger nämlich keine Gnade! Bereits am Gemeindeplatz baumelten die ersten Leichen, die plötzlich zum Leben erwachten und so manchen schon zur Flucht veranlasste. Jene, die den ersten Schock überwunden hatten, mussten allerdings darauf achten, dass sie der “Headless Horseman” aus Tim Burtons “Sleepy Hollow” nicht um einen Kopf kürzer machte. Die Furchtlosen ließen sich dennoch nicht von ihrem närrischen Vorhaben abhalten, und wurden so von den Friedhofswärtern Markus Fischer und Thomas Schnöll sowie dem Haushofmeister Stefan Lirk zum Fürsten Christoph Mair geleitet. Da war die letzte Hürde aber noch lange nicht genommen.

Denn wer dem Spuk im Geisterschloss nicht würdig war, wurde gnadenlos ins Fegefeuer verbannt. Anifs Bürgermeisterin Gabriella Gehmacher-Leitner dürfte Dracula zu Gesicht Gestanden haben. Kein Wunder, so hatte sie ihn und sein Gefolge mit Komplimenten umschmeichelt. “Ich bin von dem Aufwand, den ihr nur für eine Nacht betreibt, und dem Spaß, den ihr dabei habt, begeistert!” Wie auch immer, wer es hinein schaffte, durfte sich bis zum Morgengrauen an der “Blutbank” von Wirt Klaus Bankhammer und seiner Frau Andrea laben. Letztendlich machte aber der erste Sonnenstrahl dem Anifer Spuk den Garaus.

TINA LASKE / Kronenzeitung vom 30.1.2017

http://www.krone.at/salzburg/narren-spuk-im-reich-der-finsternis-husarenwirt-story-551510